PETER OCHSNER
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Nachhaltiger Überfluss

11/9/2025

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​Ist gegenwärtig das Schlagwort von Elon Musk. Futuristisch betrachtet ist nachhaltiger Überfluss schon möglich. Allerdings müssen dazu erst grundlegende Bestimmungen erfüllt sein. Auch damit gilt wieder, es ist möglich. Mal abgesehen von humanitärer Verträglichkeit, verbleibt aber immer noch die Frage der Tragfähigkeit des menschlichen Gewissens. Viel weniger Menschenwürdiges lehrt uns die Geschichte. Wie aber hat sich das barbarische Verhalten auf das Gewissen der Menschheit ausgewirkt? Da steht die Tendenz von bewusst vergeben und vergessen im Vordergrund. Das wäre wohl erwünscht, würde es das Wiederholen verhindern. Und wieder lehrt die Geschichte, dem ist so nicht. Im Gegenteil, heute ist das Wehtun weniger blutig, dafür äußerst perfid. Der moderne, gewinnträchtige Mensch agiert mit einer Triebhaftigkeit, die die Grundwerte des moralischen Verhaltens grundsätzlich missachtet.
 
Die logische Folge davon - nachhaltiger Überfluss ist salonfähig geworden. Dazu eine wohl berechtigte Überlegung. An der Generalversammlung der Aktionäre von Tesla ausliefert sich Elon Musk bewusst auf Konditionen, die ihn, wenn erfüllt, enorm bereichern würden. Dreiviertel der Aktionäre stimmen dem Plan zu und jubeln nach der Bekanntgabe. Die praktischen Konditionen seines Plans wären zwanzig Millionen Fahrzeuge, eine Million humanoide Roboter oder zehn Millionen Self driving Teslas auszuliefern. Er lässt an der Versammlung einen Maschinenmensch auftanzen. Elon Musk versucht durch gesteigerten Umsatz übermäßig reich zu werden, um so seine Vision möglich zu machen. Die Rettung der Erde. Denn, primär würden Arbeitsplätze vernichtet und sekundär der Bevölkerungsrückgang initiiert.
 
Gedanken zum nachhaltigen Überfluss. Elon Musk sieht im technischen Fortschritt das alleinige Heilmittel. Zusammen mit einem effizienten Staat ist Wohlstand endlos machbar. Die Einsatzbereiche seiner Geschäftspraktiken zeigen auf. Hier auf Erden ist es zu eng geworden wegen der Überbevölkerung. Physikalische Prozesse, die auf Verbrennung beruhen, verschmutzen die Luft. Er setzt dem das Elektroauto gegenüber. Ein Sideeffekt dieser Entwicklung könnte das Energieproblem der Welt lösen. Multifunktional denkt er sich die Funktion von SpaceX und Starlink. Man könnte die Schmutzindustrie ins Weltall oder auf den Mond auslagern. Nicht zuletzt auch dank der künstlichen Intelligenz Kontrolle über die Menschheit erlangen.
 
Es gäbe noch eine ganze Reihe von nennenswerten Indikatoren seiner Vision, die eine Wohlstandswelt ohne Armut und Krankheit vorsieht. Und zugegebenermaßen, die Machbarkeit könnte möglich sein. Ich bin mir bewusst, der Moralapostel hat längst ausgedient. Musk scheint da unter einem besonderen Defizit zu leiden. Signifikant setzt er auch Erpressung ein. Als Ombudsmann versuchte er es im Weißen Haus, an der Generalversammlung drohte er, Tesla zu verlassen, sollte das Vergütungspaket scheitern.
 
Ums Überleben willen. Was die Superreichen heute abziehen, ist gewissenlos. Das ist leicht daher gesagt. Denn: das Phänomen Gewissen zu hinterfragen, ist keine leichte Aufgabe. Was immer die guten Bücher aufklärend hergeben - nur ein Aspekt verbleibt als alleinige Wichtigkeit. Wie viele Einheiten der Weltbevölkerung denken und handeln nach gutem Wissen und Gewissen? Wie viele vermögen der inneren Stimme nicht mehr zuzuhören? Diese innere Stimme, mein und euer aller Gewissen, warnt vorbestimmt und unbedingt korrekt vor falschem Denken und Handeln.
 
Leider, im Gegenwartswert der weltlichen Gestimmtheit, vermindern sich die guten Werte immer mehr und mehr. Für meinen Bedarf fühlt sich dies so an und angewendet, dies könnte das Weltgewissen regenerieren.
 
Sagt ein Mensch zum anderen.
Du denkst und handelst gewissenlos.
Sagt der andere Mensch zum nächsten.
Mein Gewissen ist rein.            
Fragt der nächste den ersten Mensch.
Wo hast du dein Gewissen gelassen?
Antwortet der erste.
Ich bin das Gewissen.
Peter Ochsner, Nairobi
im November 2025
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Warum geschieht dies?

10/22/2025

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Ich habe gerade einen kleinen Stapel Fotos von Bertille zum Durchsehen bekommen. Bertille verbüßt ​​eine Haftstrafe im Frauengefängnis Langata in Nairobi, wo ich ein kunstorientiertes Rehabilitationsprogramm leite und Bertille Musik- und Schreibkurse besucht.
 
Ich schaue ins Gesicht ihrer Tochter, zusammen mit ihren Schulfreundinnen aus der 10. Klasse irgendwo an der Elfenbeinküste. Das Gesicht der kindlichen Frau ist unglaublich schön.
„Wow“, rufe ich aus. Bertille lacht. Bernice ist der Name ihrer Tochter, erinnere ich mich. Ihr unglaublich schönes Gesicht wurde wohl noch nie von einem Model übertroffen. Und ich wage zu erwähnen, dass der Förderverein, der das Programm in Langata finanziert, seit Jahren Bernices Schulgebühren übernimmt.
„Wow“, rufe ich wieder aus. Ich wende mich an Bertille: „Ich frage mich, wie ihre Mutter aussieht.“
Bertille lacht wieder, diesmal aufrichtig zustimmend.
 
Meine Finger beschwören weitere Bilder hervor. Ein älterer Herr erscheint.
„Das ist er.“
Sagt Bertille.
„Mein Onkel.“
Wut steigt in mir auf. Ich balle die Faust und halte sie gegen das Bild. Wieder lacht Bertille.
„Oh, du willst gegen ihn kämpfen.“
Die Erinnerung schnürt mir die Kehle zu, genau wie damals, als sie mir von den Vergewaltigungen erzählte. Damals stürzte die Inhaftierung Bertille in ein tiefes, schwarzes Loch. Sie musste die Geschichte erzählen; sie musste unter Tränen die Last des Unrechts, das ihr ein Mann angetan hatte, verarbeiten. Sie war damals eine Schülerin, genauso wie ihre Tochter. Jetzt steht Bertille lachend neben mir und analysiert mein mürrische Gesicht.
„Ich konnte vergeben.“ Sie meint es einfühlsam.
Und nach einer kurzen Pause wird sie ernst.
„Dank Musik und Schreiben.“

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Friede auf Erden

10/10/2025

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,Friede auf Erden
 
Da darf man einiges nicht außer Acht lassen!
Ein Großteil der Menschheit lebt in Armut, nur etwa 10% erfreuen sich an Wohlstand. Die logische Überlegung daraus: Unser Planet würde ohne Armut kollabieren. Ein weiteres Faktum: Wissenschaft, Politik und Finanzmacht bestimmen die Eigenheiten der Ökonomie, sind somit mitverantwortlich für den mentalen Zustand der Menschheit. Ich möchte hier nicht anklagen oder verteidigen. Das vorherrschende Weltgewissen zeigt auf.
 
Bedenken soll man die politische Rhetorik, besonders die daraus entstandene Anziehungskraft mit Bezug auf Armut, Patriarchat und übermäßigem Konsum. Oscar Wilde meinte dazu: Wenn die Armut zur Türe reinkriegt, fliegt die Liebe zum Fenster hinaus.
 
Speaking facts. Politiker (nicht alle) lügen, wenn Sie das Maul aufmachen und haben gelogen, wenn sie es zu machen. Beispiel Donald Trump und der Friedensplan. Der Krieg am Standort Nahost hat wirtschaftlich ausgedient, überfordert die politische Tragfähigkeit, ist somit zweckrational nicht mehr interessant, die Gewinne sind gemacht. Nachfolgend generiert der Wiederaufbau Gewinne, erhält bestehende und schafft neue Arbeitsplätze, alles vom Steuerzahler für den im Wohlstand lebenden Steuerzahler finanziert. In Swahili gibt es einen Begriff dafür chenga na pamoa (bauen und zerstören). Diese Mittel-Zweck-Rationalität ist eine Grundbedingung für den Erhalt des Wohlstandes, dessen Eigendynamik aber nach Selbstzerstörung trachtet. Eigentlich ein Armutszeugnis, dass die Theorie des kommunikativen Handelns im Jahre 2025 immer noch ohne Moral und Ethik dahinsiecht.
 
Ich wünsche mir, dass dieser Plan von Trump auch den aufgestauten Hass in Frieden umwandelt. Eine derartige Rechenschaftsforderung dürfte jedoch im Plan nicht enthalten sein, denn in aller Fairness. Wie sollen die Beteiligten Hass unterlassen, Vergebung praktizieren, somit Heilung erlangen? Fakt ist: Dieser geopolitische Konflikt benötigt Generationen der Heilung, nota bene ohne rückfällige Interventionen der Beteiligten.
 
Die drei Entitäten Wissenschaft, Politik und Finanzkraft sind es, die man nicht außer Acht lassen darf. Sie sind die Schrittmacher des wirtschaftlichen Wachstums, sind mitverantwortlich für die Misere auf unserem Planet. Ihr Vorgehen hat chronischen Durchfall ausgelöst, Imodium - wirkungslos.

Peter Ochsner
​im Oktober 2025
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Heimaturlaub

8/11/2025

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​Seit ​Mitternacht bewege ich mich wieder in meinem Alltag. Nach über 12 Jahren Unterbruch verbrachte drei Wochen ich mit meiner Familie in der Schweiz. Wir alle aussetzten uns einer besonderen Art Heilung, deren eigentlich niemand bedurfte, jedenfalls eine Medizin, die der Seele guttut.

Müde war ich, gut geschlafen habe ich und das morgendliche Ritual, mit dem Hund raus zu gehen, schon getan. Nun bereite ich mein Frühstück und höre Musik. Heute ist es Country. Vor der Reise waren es eher klassische, schwierige Stücke von Wagner, Bruckner oder auch Mahler. Tiefgreifend suchen meine Gedanken während der Küchenzeit jeweils Kreativität, heute hungert es mich nach Sinnlichkeit, jene einer wiederauflebenden Vergangenheit.

Vor mir liegt die rosa-rote Papiertüte mit dem Magenbrot. Ich schiebe mir das letzte Stück in den Mund, es schmeckt wie damals, wenn Vater uns damit bescherte. Die Zeit vermochte an dieser immensen Erfahrung nicht zu rütteln, im Gegensatz zum Glarner Schabziger, den ich besonders gerne mag. Da ist die Geschmacksausrichtung nicht mehr gleich. Schwer zu sagen, was der Grund dafür ist, mit Sicherheit aber ist die Zeit daran beteiligt.

Ich durfte während den drei Wochen in der Wohnung meiner älteren Schwester nächtigen. Unser Frühstücksritual war immer geprägt von weißt du noch… Geschichten und den News aus dem Radio, besonders die von Mr. Trump in einem unkontrollierten Wutanfall verhängten, ergo überhöhten Zollabgaben. Wir suchten nach Sinn, kritisierten die Reaktionen unseres Bundesrates. Ebenso gab das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest viel zu reden. Wir konnten vom Balkon aus die werdende Arena für die auf Ende August veranschlagte Veranstaltung einsehen. Besonderes Interesse einbrachte der Aufbau von Max. So benannt, ein monströses Tier, ein Muni aus Holz. Allerdings verirrten wir uns nicht in der Versuchung herauszufinden, ob in der Namensgebung ein Zusammenhang mit unserem Vater, auch unserem Bruder, beide begütert mit demselben Namen, auffindbar ist.

Im Vorfeld der Reise überkamen mich Zweifel, ob und wie ich mich in der sehr unterschiedlichen Lebensform der Menschen in der Schweiz zurechtfinden werde. Ich lebe hier in Kenia in einem organisierten Chaos. Nun, in meiner Küche hier in Nairobi, erfahre ich rückblickend, dass weder das Schwingfest noch die Strafzölle, oder sonst irgendetwas, sondern einzig und allein unser Zusammensein von wirklicher Bedeutung war. Beim Kartenspiel, dem Jassen, beim Feste feiern, beim Diskutieren spürte ich, wie feste der Zusammenhang in unserer Familie wirklich ist. Da vorherrscht eine gewisse Weisheit, die lehrt, wie man Fehler des Einzelnen richtig behandelt. Und wieder ist es die Zeit, wir sind ja alle schon ein bisschen in die Jahre gekommen, die uns die Fähigkeit weise zu denken und zu handeln ermöglicht. Mein Instinkt sagt mir, dass auch jene der zwei nachfolgenden Generationen dieser Verhaltensweise unbewusst, gebührend jedenfalls, nachleben. Ich bin fasziniert von der Denkweise der ungefähr zehnjährigen Kinder. Sie beschäftigen sich mit Dingen, far off der gegenwärtig so extrem im Angebot stehenden Abhängigkeit durch die sozialen Netzwerke.

Daraus folgere ich. Wir, meine Generation, dürfen stolz sein, die Urheber einer derartigen Entwicklung zu sein. Der vorherigen Generation müssen wir Ehrerbietung zollen. Sie mussten in einem chaotischen Umfeld gedeihen. Ihr Lebensstil ermöglichte uns die Erkennung von falsch und richtig, Erkennungsmerkmale, die nun auch der Nachkommenschaft eigen sind. Damals war das falsche vom richtigen noch säuberlich getrennt. Heute ist das nicht mehr der Fall. Im öffentlichen Leben, besonders in der Politik, wird die Falschheit bewusst richtig gemacht, im Sinne von, man denkt und handelt bewusst falsch und zwingt die Menschen diese Falschheit als richtig zu anerkennen. Ich denke, unsere Kinder wissen es besser, sie sind in der Lage, die Wertigkeit von richtig zu erspüren.
 
Gerade spielt der Song Sunday Morning coming down von Kris Kristofferson. Er erzählt darin von einem besonderen Gefühl, das die Leidenschaft suchenden am Sonntag überkommt. Als kleiner Junge vermochte ich eben gleiches intensiv wahrzunehmen. Mutter kochte an Sonntagen immer ausgiebig und nach dem Essen kehrte Ruhe ein, in der alten Traube in Oberurnen. Vater legte sich aufs Kanapee und ich streifte ums Haus herum oder suchte Forellen im Dorfbach. Über diesem ziellosen Herumgehen schwebte dieses Verhängnis, diese Eigenart des Sonntags. Sogar die Geräuschkulisse war unterschiedlich, da niemand zugegen war. Später bewunderte ich den Kunstflieger am Himmel. Der Direktor einer im Nachbardorf ansässigen Firma unterbrach die Verschwiegenheit des Sonntags mit seinem Doppeldecker. Meine Augen, die Ohren auch, folgten dem zum Sonntag gehörenden Vergnügen.
 
Wir alle sind unseren angeborenen Eigenschaften irgendwie ausgeliefert. Nachfolgend dieser Bestückung bestimmen Belehrungen die Entwicklung. Leider hat sich dieser Lernprozess als falsch erwiesen. Das gegenwärtige Weltbild ist der Beweis. Somit sind es die Zehnjährigen dieser und jeder nächsten Generation, die den Untergang verhindern müssen, vorausgesetzt man gibt ihnen die Chance, falsch und richtig in Abhängigkeit zur Zeit, bestimmend zu erkennen. Retrospektiv glaubte ich, im damaligen Sonntagsgefühl alle möglichen Emotionen als kausale Erklärung zu finden. Ebenso könnte diese Art von sonntäglicher Gefühligkeit der Grundgegebenheit des menschlichen Lebens, der wirklichen Erkennung von Falsch und Richtig, effektiv die nur richtige Gedankenausrichtung, geführt vom Protagonisten Zeit dienlich sein.        
 
Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft. Mein kurzer Aufenthalt in der Schweiz zeigt auf, wie eine kleine Minderheit, junge Menschen, das moderne Miterleben ins Elend pragmatisch einzuschätzen wissen. Sie erkennen die Falschheit der Sozialtechnik und spüren, was richtig sein müsste. Heute Morgen, nach dem Spaziergang, bemerke ich beim Nachbarhaus einen jungen Mann mit Dreadlocks zusammen mit einem älteren Herrn. Sie überqueren die Straße. Rührend bemüht sich der junge Bob Marley Verehrer um den gebrechlichen, führt ihn ans Auto und hilft ihm beim Einsteigen. Und weg fahren sie. Beeindruckt halten wir inne und erfahren peu à peu, wie das Geschehene die Umgebung mit Empathie ausfüllt.  Vorauszusehen ist, dass die Alten, die das Weltgeschehen bestimmen, den Weltkarren noch tiefer in den Dreck fahren werden. Es muss so sein, ist irgendwie vorbestimmt. Durch das wirkliche Erkennen der Falschheit wird unsere Jugend lernen, richtig zu denken und zu handeln. Ich bin froh gestimmt, bin überzeugt, dass sie diesen vermaledeiten Karren aus dem Dreck befreien werden.
 
Peter Ochsner
im August 2025
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Neutralität

7/7/2025

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Ein Land, das Waffen, Waffensysteme und Munition herstellt und verkauft, kann neutral nicht sein. Ich finde das Gerede rund um die Schweizer Neutralität primitiv, schuldbewusst und extrem egoistisch. Man sollte die Realität ehrlich akzeptieren. Ein Teil des Wohlstands wird durch die Tötung von Mitmenschen ermöglicht.


Aus dieser Realität müsste man den logischen Schluss ziehen. Der Völkerstaat Europa tut sich schwer, hat jegliches, auch verschriebenes Recht auf Existenz verloren. Unterschiedliche Ethnien und Kulturen zu vermengen ist falsch. Die Vorstellungskraft über Zukunftsszenarien einer derartigen Verbindung untergräbt das gegenseitige Vertrauen und schürt den Egozentrismus.
 
Was der Schweiz gut anstehen würde, ist das Gegenteil eines Beitritts, nämlich den Aufruf an die Bürger von Europa, ihre Denkökonomie zu ändern und wieder Eigenverantwortung zu übernehmen. Jetzt ist gerade der richtige Zeitpunkt. Der gegenwärtige Größenwahnsinn im Kampf um Machtanteile darf langfristig so nicht verbleiben. Jemand muss den Völkern diese Menschheit den Weg vorzeigen. Das Ziel soll sein - langfristig überleben, nicht auf dem Mars, hier auf Erden.


Daher der Aufruf an alle Völker. Ausrichtet euer Denken auf dieses Ziel, langfristig zu überleben. Die gegenwärtige, die verhindernde Generation wird aussterben, die nächste oder übernächste soll es richten. Somit, Kinder und Jugendliche, denkt darüber nach, lasst euch nicht mehr manipulieren. Ihr könnt heute nichts ändern, was ihr könnt, ist umdenken für ein besseres Morgen. 
 
im März 2025
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Polarität

7/7/2025

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​Der männliche und der weibliche Initialimpuls (Genesis) ist ein Konstrukt der totalitären Polarität. Da handelt es sich nicht um Dualität, da die beiden ergänzend gegenteilig zugegen sind, jedoch nicht sein können. Kalt und heiss ist gegenteilig, jedoch mit dem Zwischending warm, und wenn allein gelassen, vereinen sie sich in diese Ausrichtung. Dasselbe gilt für Arm und Reich, Gut und Bös, etcetera, etcetera. Männlich und weiblich hingegen sind Geschlechtsidentitäten, denen zugewiesene Ordnungsfunktionen vorgegeben sind. Aristoteles denkt bei männlichen an aktive Bewegungsursache und beim weiblichen an passive Materie. Er geht so weit und meint, das weibliche Lebewesen entspricht einem verstümmelten Mann. Bei Thomas von Aquin ist die Definition Frau versäumter Mann. Damit wurde ein Orientierungsrahmen kreiert, der die heutige Geschlechter Matrix immer noch beherrscht. Die geistige Zugegenwart der beiden Impulse beinhalten sämtliche, für eine mögliche, ewige Existenz notwendige Information, halt eben männlich und weiblich geprägt.
 
Durch die fortschreitende Geburt, durch Änderungen struktureller Momente erfährt die universale Gesamtheit Änderungen, die eine polarisierte Zugehörigkeit aufweisen. Dann geschehen Abweichungen vom nur-richtig Zustand, deren Delta weibliche oder männliche Zugehörigkeit ausweisen. Beide offerieren ihre typische Polarität, die einem entsprechend physikalischen Zustand nur einseitig zugehörig sein kann. Jede Änderung, im Sinne von andauernder Geburt, sei es im Mikro- oder Makro Bereich wird relativ einer der beiden Ausrichtungen bewusst. Wunderbar fügt sich dies gerade beim Denkprozess ein. Elektrochemische Prozesse machen Denken möglich durch Polarität.
 
im Mai 2025
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Existenz und Religion

7/7/2025

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Uns ist letztgültig bekannt dass der Mensch nicht einfach plötzlich gegenwärtig war. Aus archaischem Grundstock geschaffen, entstand empirisches Dasein, was wir heute allgemein als Leben bezeichnen. Diese Aussage führt uns auf einen Denkpfad hin zu Gott, nicht im Sinne von weltlicher Religion, aber mit Bezug auf die allumfassende Existenz.
Wir, die Menschheit des Planeten Erde sind aus einem bestimmten Grund gegenwärtig geworden. Dieses Etwas dem wir die Bezeichnung Gott und Schöpfer gegeben haben, offensichtlich eine höher stehende Intelligenz mit unbegrenzten und unendlichen Fähigkeiten hat uns begrenzte Fähigkeiten eingegeben. Es handelt sich hier um das zentrale Element unserer Existenz.
 
Ich denke, die Zeichen der Zeit, in der wir gerade leben, aufzeigen deutlich das Konzept der objektiven und überprüfbaren Wahrheit. Mir ist bewusst, dass Gott mehrheitlich nicht mehr anerkannt wird, möchte aber nochmals darauf hinweisen, dass unsere Anwesenheit nicht einer weltliche Religion, sondern einer Zielsetzung verantwortlich ist.
 
So wie die Natur brachliegende Erde zu bedecken versucht, genauso verhält es sich mit der Existenz. Wachstum aus der Erde ist nur möglich wenn die dazu nötigen Bedingungen zugegen sind. Sei es die Bio- oder Psychosphäre, beide benötigen für Wachstum keine langfristige Planung.
 
im Juni 2025

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Selbstoptimierung

4/8/2025

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Die Hoffnung stirbt zuletzt. In Anbetracht der massiven Veränderungen im Gesellschaftsleben ist sie vielleicht schon gestorben. Dies gilt allerdings nur für Menschen der sogenannten Zivilisation. Erfolg unter allen Umständen ist dort die Devise, was in gegenseitiges Beobachten und Bewerten ausartet. In meinem Umfeld hier in Afrika ist die Ursache für diese Sehnsucht nicht dermaßen ausgeprägt.  
Diese neuzeitliche Form von Gesellschaft Narzissmus, dieses Verlangen nach immer mehr haben, immer besser werden, hallt wie ein stiller Schrei um die Welt. Man verweigert bewusst die Warnung, besonders jene, die an den Verhandlungstischen sitzen. Mehr noch, Reichtum und Macht nutzend, verweigern sie den Willen des Volkes.
Paradoxerweise finanzieren die immer mehr wollenden Menschen dieses verruchte System. Sie ermöglichen Machtmissbrauch durch diese besondere Form der Selbstoptimierung und geben ihre Mitbestimmung über eine sozialethische Weltanschauung auf. Sie gehen wählen, zahlen Steuern und erreichen damit - freiwillig und ohne Zwang - dass das ungesunde Verhältnis zur Weltöffentlichkeit bestehen bleibt. Jedoch, in Anbetracht der Gesamtheit dieser Entwicklung, abflacht der Istwert des Weltgewissens stetig, während sich Reichtum an nur wenigen Orten ansammelt. Die Erkennung, dass von dort nichts Gutes kommt, ist erwiesen. Eine beidseitig blind akzeptierte Zweckrationalität.
 
Somit, hintergründig sucht jeder Mensch seine ihm eigene Version des wahren Friedens. Der Meinige pulsiert wechselwirkend zwischen Einsamkeit und Verbundenheit. Ich genieße beide. Wenn ich mich zurückziehe, nährt mich die Einsamkeit, aber schon bald suche ich die Menschen, die mich wieder in die Einsamkeit entlassen. Ich bestimme den Werdegang, genieße das Erfreuliche und bedenke Ungemach. Genauer, ich nehme keinen Anteil am unredlichen Gerede der Politiker. Es birgt in sich die Fähigkeit, nach einem Ausritt in die Freiheit, nach einem Versuch, die Hoffnung zu befriedigen, wieder in meine eigenständige Rationalität zurückzukehren. Wahrer Frieden bedeutet, sich einer Ideologie ohne freiwillige Knechtschaft zu verschreiben. 
 
Peter Ochsner, Nairobi
März 2025
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​Reform

4/8/2025

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Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit prison reform, nehme an Konferenzen teil und bin im Gespräch mit den Stakeholders. Ein Großteil der Mitwirkenden sind Führungspersonen von NGO Organisationen, die in den Gefängnissen tätig sind. Leider wird da mehrheitlich geredet, wobei ein Großteil der Spendengelder administrativ (Selbsterhaltung) verwendet wird. Daraus folgt: Kreisdenken.
Als Grundlage für Gefängnisreform sollen die Konventionen der Menschenrechte ausschlaggebend sein. Dahingehend durfte ich in den vergangenen zehn Jahren im Frauengefängnis viel Positives erfahren. Ich erinnere mich da an eine Szene. Eine relativ junge Wärterin schlägt eine ältere Insassin, die wehrlos am Boden liegt, mit einem Stück dieser grünen PPR-Wasserleitungen. Mit ruhiger Stimme höre ich die Wärterin sagen, wenn du dich wehrst, werde ich härter und länger zuschlagen. Solches und ähnliches gibt es nicht mehr. Eine Reform, initiiert von der Verwaltung.
 
Seither beobachte ich eine weitere, sehr positive Entwicklung, wobei die Insassinnen die Initianten sind. Es gibt sie schon, die Unschuldigen in den Gefängnissen, Leute mit gutmütiger Persönlichkeit. Indem die Brutalität weg vom Tisch war, versuchten diese die Annäherung an jene Wärterinnen, die mitfühlend Verständnis für Lebenssituationen aufzubringen in der Lage sind. Heute sehe ich, wie sie aufeinander zugehen. Da ist Heiterkeit und Seriosität erkennbar, oft gar freundlicher Respekt. Dies ist nun realistische Gefängnisreform, ein Vorgang, der von den Betroffenen selbst ausgeführt wird. Kommt dazu, der Prozess ist von Geld befreit.
 
Natürlich bleibt für die Insassinnen der psychische Druck. Als Vergleich die gegenwärtige Leistung der Schweizer alpinen Skiathleten. Ich schaute mir alle Rennen der Weltmeisterschaften im österreichischen Saalbach an. Rückblickend meine ich, dieses Team ist dermaßen erfolgreich, weil sie Freude am Skifahren unter Stress haben. Am Start denken sie: Ich fahre jetzt den Berg runter und gewinne, wenn nicht, geht das Leben trotzdem weiter. Diese Nonchalance war auch in den Gesten ihrer Betreuer sichtbar. Diese psychologische Entkoppelung spielt sichtbar in ihrem gemeinsamen Wirken und kann Zufall nicht sein. Sie alle können mit dem Erfolgsdruck umgehen, ergo der Medaillenregen.  
 
Dazu ein paar grundlegende Gedanken. Weltweit versagen die vom Menschengeist geschaffenen Systeme. Die Trump Administration zeigt vor. Gerichtsbarkeit wird manipuliert. Politik ein Geschäftsbereich der Superreichen. Wissenschaft fremdbestimmt. Die Zeit ist reif. Weltenbürger sollen nunmehr durch Ignoranz Einfluss nehmen, sinngemäß den eingesperrten Frauen und Skirennläufern auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Wir, die Betroffenen, müssen die Misere beenden. Der Erfolg für die eingesperrten Frauen und das Schweizer Skiteam zeugt von der Richtigkeit von besagtem Verfahren. Ebenso vermögen dies die richtig Gesinnten der Menschheit.
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Volkswirtschaft

4/8/2025

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Wenn sie im Sarg liegen, schlagen sie selbst den letzten Nagel ein. Sie sterben unbefriedigt. Alle sind relativ alt. Sie sind Akteure der Volkswirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes, Oligopole und Monopole ihre Werkzeuge. Sie korrumpieren Politiker, überhöhen so ihre finanzielle Gewalt mit Entscheidungsmacht. Trump ist nicht der erste Praktikant. Es hat sie immer schon gegeben, stille Gewässer waren sie. Heute rauscht es dem Wildbach gleich.
 
Deduktiver Schluss: Lasst die alten Nagelträger tun und lassen was sie wollen. Sie werden sich selbst einnageln und so erkannt im doppeltem Sinn. Die bestehenden Systeme können mit ihrer Eile nicht umgehen, besonders wenn diese von der Natur abhängig sind. Was wirklich zählt ist, wie die jungen, die angehenden Hammer- und Nagelträger mit Macht und Reichtum umgehen werden. Dort soll der korrigierende Ansatz wirken.
 
Und wichtig: Bestmöglich sollen die jungen Hammer und Nägel suchenden selbst die Wende markieren. Richtige Arbeit soll wieder Quelle des Arbeitslohns werden, die Gesetze der Natur den Steuersatz bestimmen, die Volkswirtschaft gediegenes Leben bewirken.  
 
Wie vorgehen: Lasst sie leerlaufen. Nicht mehr hinhören, ihre Hammerschläge werden die Gerechtigkeit in den Volkswirtschaften verkünden.

Peter Ochsner
February 2025
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